Die menschliche Seite: Woran Sie Mobbing erkennen und wie Sie dagegen vorgehen

Mobbing erkennen, Betroffene schützen und Konflikte richtig einordnen: Erfahren Sie, welche Verhaltensweisen Warnsignale sind, wann tatsächlich Mobbing vorliegt und wie Sie als Arbeitgeber klare Grenzen setzen.

Hildegard Gemünden

04.09.2026 · 2 Min Lesezeit
















Mobbing erkennen: Genau hinsehen, früh handeln









Nicht immer, wenn ein Mitarbeiter sich über Mobbing beschwert, liegt wirklich



Mobbing vor. Andererseits leiden viele Mobbingopfer still und beschweren sich



überhaupt nicht.











Als Arbeitgeber müssen Sie deshalb genau nachfragen und hinsehen.



Das liegt auch in Ihrem Interesse: Mobbing kann Betroffene physisch und psychisch



krank machen, das Betriebsklima vergiften und den Erfolg Ihres Unternehmens



beeinträchtigen.















































Kurz gefragt





Worauf kommt es bei der Einordnung besonders an?





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Antwort aufdecken







































Die Antwort









Entscheidend sind Wiederholung und Dauer:



Anfeindungen, Schikanen oder Diskriminierungen müssen über längere



Zeit immer wieder stattfinden.







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Zur Frage



































Mobbing ist Schikane über längere Zeit





Unter Kollegen äußert Mobbing sich etwa so:

















1



Unberechtigte Kritik oder herabwürdigende Kommentare











Ständige unberechtigte Kritik oder herabwürdigende Kommentare,



z. B. in Bezug auf Herkunft, Religion oder Alter.



















2



Ständiges Unterbrechen in Gesprächen











Der Mitarbeiter wird wiederholt unterbrochen oder bewusst nicht ausreden



gelassen.



















3



Drohen, Beleidigen oder Verleumden











Ständiges Drohen, Beleidigen oder Verleumden – mündlich, schriftlich



oder in sozialen Medien.



















4



Sexuelle Kommentare oder Annäherungen











Ständige sexuelle Kommentare oder Annäherungen.



















5



Manipulation von Arbeitsmaterialien oder -ergebnissen











Arbeitsmaterialien oder Arbeitsergebnisse werden manipuliert.



















6



Kontakt- oder Informationsverweigerung











Ständige Kontakt- oder Informationsverweigerung.



































Nicht jede Unfreundlichkeit ist Mobbing









Wenn ein Mitarbeiter sich über Mobbing beschwert, sollten Sie sich also genau



schildern lassen, was wann passiert ist.











Nur wenn er über längere Zeit immer und immer wieder angefeindet, schikaniert



oder diskriminiert wurde, handelt es sich um Mobbing. Ein Streit oder gelegentliche



abfällige Äußerungen sind dagegen noch kein Mobbing.























Mobbing ist sachlich nicht zu rechtfertigen









Warum kann es zu Mobbing kommen?











Wenn Sie den Mobber auf sein Verhalten ansprechen, wird er zwar sachliche Gründe



nennen. Die Hauptursache liegt aber meist in seiner Persönlichkeit: Er leidet etwa



unter Wut, Eifersucht oder Konkurrenzangst und kann damit – häufig aufgrund eines



geringen Selbstwertgefühls – nicht sachlich und konstruktiv umgehen.



























Setzen Sie klare Grenzen

















1



Schikanen klar ansprechen











Machen Sie dem Mobber klar, dass er seine Schikanen einstellen muss.



















2



Konsequenzen deutlich machen











Andernfalls muss er mit Sanktionen von der Abmahnung bis zur Kündigung rechnen.



















3



Trotzdem empathisch bleiben











Bleiben Sie aber auch ihm gegenüber empathisch. Hat ein Mitarbeiter beispielsweise



Angst, seine Position an einen anderen Kollegen zu verlieren, finden Sie vielleicht



einen Weg, sein Selbstwertgefühl durch eine Zusatzaufgabe zu stärken.































Arbeitshilfe





Liegt tatsächlich ein Mobbingfall vor?









Prüfen Sie typische Mobbinghandlungen mit unserem Schnell-Check und erkennen Sie,



wann Sie sich sofort um den Einzelfall kümmern sollten.















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