Geheime Botschaften in Zeugnissen – hier wird es für Sie spannend!

Eigentlich sind geheime Codes oder Botschaften in Arbeitszeugnissen verboten – trotzdem finden sie sich immer wieder! Und hier wird es für Sie natürlich wirklich interessant. Statt sinnentleerten Geschwurbels erfahren Sie nun echte Hinweise auf den Mitarbeiter!

Michael T. Sobik

13.10.2026 · 4 Min Lesezeit








So entschlüsseln Sie Zeugniscodes im Handumdrehen und vermeiden eigene Fehler!











Wenn Ihnen ein Arbeitszeugnis vorgelegt wird, können sich dort leicht



versteckte Hinweise befinden. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, was hinter



mancher gut klingenden Botschaft tatsächlich stecken kann. So erkennen Sie,



was der Interessent zuvor wirklich gemacht hat.











Tätigkeitsbeschreibung



Leistungsbeurteilungen



Mitarbeitertyp



Führung



Ende des Arbeitsverhältnisses











Was die Tätigkeitsbeschreibung über den Mitarbeiter aussagt













































































































GeheimcodeWahrheit
„Zu seinen Pflichten gehörte …“Hat er aber tatsächlich nicht erledigt.
„Es war außerdem vorgesehen …“Das haben wir uns aber anders überlegt.




„Frau … wurde nach Ablauf einer 2-jährigen Aufbauphase die Leitung des



Projekts … übertragen.“



Das haben wir uns aber anders überlegt.




„Entsprechend dem Stellenplan hatte er folgende Aufgaben zu erledigen …“



Der Mitarbeiter hielt allerdings nicht viel von der Stellenbeschreibung.
















Was hinter diesen Leistungsbeurteilungen wirklich steckt













































































































































































































































































GeheimcodeWahrheit




„Er hat die ihm übertragenen Aufgaben im Großen und Ganzen zu unserer



Zufriedenheit erledigt.“



Mangelhafte Leistungen




„Sie führte die ihr übertragenen Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse



durch.“



Völlig ungenügende Arbeitsleistung trotz Anstrengung




„Er hat sämtliche Arbeiten vorschriftsmäßig erledigt und war immer um



eine termingerechte Erledigung bemüht.“



Ein Bürokrat, der auch noch langsam arbeitete




„Bei vielen unserer Kunden wurde Herr … als kompetenter Ansprechpartner



geschätzt.“



Der Mitarbeiter war alles andere als ein Fachmann




„Frau … hat alle ihr übertragenen Arbeiten äußerst gewissenhaft und



sorgfältig erledigt.“







Kaum Eigeninitiative; sehr langsam arbeitend; Angst vor Entscheidungen



„Insgesamt waren seine Leistungen nicht zu beanstanden.“Die Leistungen waren kaum spürbar




„Frau … nahm jede erdenkliche Möglichkeit wahr, sich weiterzubilden.“







Ein Faulpelz! Die Mitarbeiterin nahm jede Gelegenheit wahr, sich vor der



Arbeit zu drücken.







„Erwähnenswert ist seine besondere Fähigkeit, seine Aufgaben an andere



Mitarbeiter zu delegieren.“







Noch ein Faulpelz! Er drückte sich vor der Arbeit und nutzte Kollegen aus.



„Seine Arbeitsleistungen boten keinen Anlass zu Klagen.“Aber sie boten auch keinen Anlass zur Freude des Arbeitgebers!




„Vorgesetzten und Mitarbeitern war er durch seine aufrichtige und



anständige Gesinnung ein anerkannter Kollege.“







Kein Held der Arbeit! Dem Mitarbeiter fehlte einfach die nötige



Tüchtigkeit!







„Er zeichnete sich insbesondere dadurch aus, dass er viele



Verbesserungsvorschläge zur Arbeitserleichterung machte.“



Erfolglosigkeit auf ganzer Linie!




„Wir bestätigen gerne, dass er mit Fleiß, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit



an seine Aufgaben herangegangen ist.“







In Wahrheit besaß der Mitarbeiter eine nur mangelnde fachliche



Qualifikation!



„Er arbeitete sehr genau und erledigte seine Aufgaben ordnungsgemäß.“Mitarbeiter arbeitet uneffektiv und bürokratisch!




„Er hat alle ihm übertragenen Arbeiten äußerst gewissenhaft und sorgfältig



erledigt.“



Dieser Mitarbeiter ist langsam und hat keine Eigeninitiative.
















Was dieser Geheimcode über den Mitarbeitertyp verrät









Wie der Mitarbeiter sich Vorgesetzten und Kollegen gegenüber verhalten hat,



erfahren Sie hier:















































































































































































































































































































































Zeugnis-FormulierungWahrheit
„Er stand voll hinter uns.“Alkoholiker
„Mit seinen Vorgesetzten ist er gut zurechtgekommen.“Typischer Jasager




„Er war aufgrund seiner kommunikativen Fähigkeiten ein gesuchter



Gesprächspartner.“



Schwätzer
„Seine Standpunkte stellte er in selbstbewusster Art vor.“Arroganter Mitarbeiter




„Er verstand es stets, seine Interessen im Betrieb durchzusetzen.“











„Er ist ein anspruchsvoller und kritischer Mitarbeiter.“



Die Umschreibung für: Egozentriker und Nörgler
„Er war tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.“Kein Team-Player, eher der unangenehme Mitarbeiter




„Für die Belange der Belegschaft bewies er immer Einfühlungsvermögen.“



Vorsicht! Sexueller Belästiger




„Für die Belange der Belegschaft bewies er immer umfassendes



Einfühlungsvermögen.“



Achtung! Sexuelle Belästigungen/homosexuelle Kontakte




„Er verfügt über Fachwissen und hat ein gesundes Selbstvertrauen.“



Klartext: arroganter Mitarbeiter ohne Können




„Er hat mit seiner geselligen Art zur Verbesserung des Betriebsklimas



beigetragen.“



Alkoholfreund
„Er trat engagiert für die Interessen der Kollegen ein.“Betriebsratsmitglied




„Er trat sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Unternehmens



engagiert für die Interessen der Arbeitnehmer ein.“



Gewerkschafter
„Er erledigte alle Aufgaben pflichtbewusst und ordnungsgemäß.“Bürokrat
„Er nahm jede erdenkliche Möglichkeit wahr, sich weiterzubilden.“Drückeberger
„Er galt als freundlicher und hilfsbereiter Kollege.“Absolut unbeliebt




„Er war seinen Mitarbeitern jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter.“



Typus „schwacher Vorgesetzter“




„Im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten zeigte er durchweg eine



erfrischende Offenheit.“



Unbeliebt: das Großmaul
„Seine Auffassungen wusste er intensiv zu vertreten.“Übersteigertes Selbstbewusstsein
















Versteckte Botschaften: Die echten Leistungen als Vorgesetzter













































































































GeheimcodeWahrheit




„Er führte konsequent.“











„Er führte straff demokratisch.“



Absolut autoritärer Führungsstil




„Er praktizierte einen kooperativen Führungsstil und war deshalb bei



seinen Mitarbeitern sehr beliebt.“



Ein bisschen schwach, denn es fehlt das Durchsetzungsvermögen




„Aufgrund seines verständnisvollen und toleranten Umgangs wurde er von



den Mitarbeitern sehr geschätzt.“



Auch hier fehlen Autorität und Durchsetzungsvermögen
„Bei unseren Kunden war er schnell beliebt.“Er machte viele Zugeständnisse zulasten des Arbeitgebers
















Was zum Ende des Arbeitsverhältnisses wirklich gemeint ist













































































































GeheimcodeWahrheit
„Das Arbeitsverhältnis endete am …“Kündigung durch den Arbeitgeber
„Das Arbeitsverhältnis endet am …“ (krummes Datum)



Vorsicht! Fristlose Kündigung. Üblich ist der 30./31. eines Monats als



Ausscheidungsdatum.



„Wir haben uns einvernehmlich getrennt.“



Vom Arbeitgeber initiierter Aufhebungsvertrag beziehungsweise



Eigenkündigung des Mitarbeiters



„Er schied im beiderseitigen Einvernehmen aus.“



Klartext: Kündigung durch den Arbeitgeber. Eine echte einvernehmliche



Aufhebung wird umschrieben mit: „im besten beiderseitigen Einvernehmen“.















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